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Holen Sie sich die Linux-Versionsnummer mit verschiedenen Methoden

Lukas Fuchs vor 2 Jahren Linux-Server 3 Min. Lesezeit

So ermitteln Sie die Linux-Versionsnummer mit dem Befehl 'uname'

Mit dem Befehl uname kannst du verschiedene Informationen über deinen Linux-Kernel abrufen, darunter die Versionsnummer.

Syntax

Die Syntax von uname lautet wie folgt:

uname [OPTION]...

Optionen

Zu den relevanten Optionen gehören:

  • -a (alle): Zeigt alle verfügbaren Informationen über den Kernel an, einschließlich der Versionsnummer.
  • -r (Release): Zeigt nur die Versionsnummer des Kernels an.
  • -v (Kernel-Versionsnummer): Zeigt die vollständige Kernel-Versionsnummer an.

Verwendung

Wenn du die grundlegende Versionsnummer deines Linux-Kernels abrufen möchtest, verwende die Option -r:

uname -r

uname gibt die Versionsnummer des Kernels als einfache Zeichenfolge aus. Beispielsweise kann die Ausgabe wie folgt aussehen:

5.17.8-arch1-1

Um ausführlichere Informationen zu erhalten, verwende die Option -a. Diese Option gibt folgende Informationen aus:

  • Betriebssystemname
  • Kernelname und -version
  • Hardwarename
  • Prozessorarchitektur
  • Betriebssystemversion
  • Kernel-Build-Zeitstempel und -Hostname
uname -a

uname ist ein vielseitiges Werkzeug, mit dem du ganz einfach die Linux-Versionsnummer und andere wichtige Systeminformationen abrufen kannst.

Verwenden von 'lsb_release' und 'os-release' zum Abrufen spezifischer Versionsdetails

Die Befehle lsb_release und os-release können dir spezifische Details über die Linux-Distribution und -Version liefern.

Befehl 'lsb_release'

Der Befehl lsb_release ist bei Debian-basierten Distributionen verfügbar und bietet eine Zusammenfassung der Distributionsinformationen.

  • Beschreibung abrufen:
    • lsb_release -a gibt eine umfassende Beschreibung der Distribution aus.
  • Versionsnummer abrufen:
    • lsb_release -r gibt die Versionsnummer aus.

Befehl 'os-release'

Der Befehl os-release ist bei Red Hat-basierten Distributionen verfügbar und enthält ähnliche Informationen wie lsb_release.

  • Versionsnummer abrufen:
    • cat /etc/os-release | grep VERSION_ID gibt die Versionsnummer aus.
  • Weitere Details abrufen:
    • less /etc/os-release zeigt den gesamten Inhalt der Datei /etc/os-release an, die weitere Informationen wie den distributionsübergreifenden Linux Standard Base (LSB) enthält.

Diese Befehle liefern detaillierte Versionsinformationen, insbesondere wenn du bestimmte Aspekte deiner Distribution untersuchen möchtest.

Anzeigen der Versionsnummer mit dem Befehl 'cat' und der Datei '/etc/issue'

Die Datei /etc/issue enthält eine Meldung, die beim Booten des Systems angezeigt wird. Sie enthält oft Informationen über die Linux-Distribution und Versionsnummer.

Zugriff auf die Datei '/etc/issue'

Um auf die Datei /etc/issue zuzugreifen, öffne ein Terminalfenster und führe den folgenden Befehl aus:

sudo cat /etc/issue

Du wirst aufgefordert, dein Passwort einzugeben, da du als Administrator (Root) auf die Datei zugreifen musst.

Was die Datei '/etc/issue' enthält

Die Datei /etc/issue enthält normalerweise eine kurze Meldung mit den folgenden Informationen:

  • Hostname: Der Name des Rechners
  • Kernel-Version: Die Version des Linux-Kernels, der auf dem System läuft
  • Linux-Distribution: Der Name der Linux-Distribution, die verwendet wird
  • Versionsnummer: Die Versionsnummer der Linux-Distribution

Das Format der Meldung kann je nach Distribution variieren. Beispielsweise könnte die Datei /etc/issue auf einem Ubuntu-System folgendes enthalten:

Ubuntu 22.04 LTS \n \l

Dies zeigt an, dass Ubuntu 22.04 LTS auf dem System installiert ist.

Anpassen der Meldung in der Datei '/etc/issue'

Du kannst die Meldung in der Datei /etc/issue anpassen, um zusätzliche Informationen hinzuzufügen oder das Erscheinungsbild zu ändern. Öffne dazu die Datei mit einem Texteditor wie nano:

sudo nano /etc/issue

Nimm die gewünschten Änderungen vor und speichere die Datei. Die Änderungen werden beim nächsten Neustart des Systems wirksam.

Greifen auf die Kernel-Versionsinformationen mit dem Befehl 'hostnamectl' zu

Wenn du an spezifischen Kernel-Versionsinformationen interessiert bist, kannst du den Befehl hostnamectl verwenden. Dieser Befehl gibt dir Zugriff auf eine Vielzahl von Systeminformationen, darunter auch die Kernel-Version.

Abrufen der Kernel-Versionsnummer

Um nur die Kernel-Versionsnummer anzuzeigen, führe den folgenden Befehl aus:

hostnamectl -k

Dieser Befehl gibt die Kernel-Versionsnummer in einem einfachen Format aus, z. B.:

4.19.10-040100rc6-generic

Weitere Kernel-Informationen abrufen

Zusätzlich zur Kernel-Versionsnummer kannst du mit hostnamectl auch andere Kernel-bezogene Informationen abrufen, wie z. B.:

  • Kernel-Architektur:
hostnamectl -a
  • Kernel-Hersteller:
hostnamectl -m
  • Kernel-Betriebszeit:
hostnamectl -u
  • Kernel-Compiler-Flags:
hostnamectl -r

Indem du diese verschiedenen Optionen verwendest, kannst du detaillierte Informationen über den Kernel deines Linux-Systems abrufen.

Ermitteln der Distribution und Versionsnummer mit dem Befehl dpkg-query (Debian-basiert)

Der Befehl dpkg-query ist ein vielseitiges Tool zur Abfrage von Paketen in Debian-basierten Linux-Distributionen. Er bietet eine Fülle von Informationen, einschließlich der Distribution und Versionsnummer.

Verwendung von dpkg-query

Um die Versionsnummer deiner Debian-basierten Distribution anzuzeigen, führe den folgenden Befehl aus:

dpkg-query -W -f='${Version}\n' info debian-base

Dieser Befehl gibt die aktuelle Versionsnummer der Distribution aus. Beispielsweise:

11.5

Abrufen der Distributionsinformationen

Zusätzlich zur Versionsnummer kannst du auch die Distributionsinformationen mit dpkg-query abrufen. Führe den folgenden Befehl aus, um den Namen und die Codenummer der Distribution anzuzeigen:

dpkg-query -W -f='${Distribution} ${Codename}\n' info debian-base

Dieser Befehl gibt die folgenden Informationen aus:

Debian bullseye

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Bietet sowohl die Distribution als auch die Versionsnummer.
  • Funktioniert in allen Debian-basierten Distributionen.

Nachteile:

  • Erfordert möglicherweise Root-Berechtigungen für den Zugriff auf bestimmte Pakete.
  • Kann zusätzliche Paketinformationen ausgeben, die nicht immer nützlich sind.

Abrufen der Versionsnummer mit dem Befehl 'rpm' (Red Hat-basiert)

Wenn du eine Red Hat-basierte Linux-Distribution verwendest, kannst du den Befehl rpm verwenden, um Versionsinformationen abzurufen. rpm ist der Paketmanager für Red Hat-Distributionen und enthält Funktionen zur Abfrage von Paketinformationen.

So ermittelst du die Versionsnummer

Um die Linux-Versionsnummer mit rpm zu ermitteln, führe den folgenden Befehl aus:

rpm -q --queryformat '%{version}\n' redhat-release

Dabei gibt redhat-release den Namen des Pakets an, das die Versionsinformationen für Red Hat Enterprise Linux enthält.

Anzeigen spezifischer Versionsdetails

Du kannst rpm auch verwenden, um spezifische Versionsdetails abzurufen, wie zum Beispiel:

  • Versionsbezeichnung: rpm -q --queryformat '%{dist}\n' redhat-release
  • Hauptversionsnummer: rpm -q --queryformat '%{version}\n' redhat-release
  • Nebenversionsnummer: rpm -q --queryformat '%{release}\n' redhat-release
  • Architektur: rpm -q --queryformat '%{arch}\n' redhat-release

Abrufen aller Paketinformationen

Wenn du alle Paketinformationen für das Red Hat-Release-Paket anzeigen möchtest, führe den folgenden Befehl aus:

rpm -qi redhat-release

Dieser Befehl gibt detaillierte Informationen über das Paket zurück, einschließlich der Versionsnummer, des Build-Datums und der Installationsquelle.

Verwenden des Befehls 'sysctl' zum Anzeigen der Kernel-Versionsnummer

Der Befehl 'sysctl' ist ein leistungsstarkes Tool zum Abfragen und Ändern von Kernel-Parametern. Damit kannst du auch die Versionsnummer des Kernels anzeigen:

Syntax

sysctl kern.osrelease

Ausgabe

Die Ausgabe enthält die Versionsinformationen des Kernels im Format "x.y.z", z. B.:

kern.osrelease = 3.10.0-1127-aws

Vorteile

  • Einfach zu verwenden
  • Liefert präzise Kernel-Versionsinformationen
  • Bietet Zugriff auf zusätzliche Kernel-Parameter

Nachteile

  • Zeigt möglicherweise nicht immer die Versionsdetails der Distribution an, wie dies bei anderen Methoden der Fall sein kann.

Tipps

  • Füge die Option '-a' hinzu, um alle Kernel-Parameter und ihre Werte anzuzeigen, einschließlich der Kernel-Versionsnummer.
  • Verwende die Option '-n', um numerische Werte für die Parameter anzuzeigen.
  • Lege die Umgebungsvariable 'SYSCTL_OUTPUT' auf 'json' fest, um die Ausgabe im JSON-Format zu erhalten.

Anzeigen der vollständigen Systeminformationen mit dem Befehl "inxi"

Für ein umfassenderes Bild deines Systems verwendest du den Befehl inxi. Er liefert detaillierte Informationen über die Hardware, das Betriebssystem, die Shell-Umgebung und die installierten Pakete.

Installation von inxi

Wenn inxi nicht vorinstalliert ist, kannst du es mit dem folgenden Befehl installieren:

sudo apt update && sudo apt install inxi

Verwendung von inxi

Führe den Befehl inxi ohne Argumente aus, um eine Zusammenfassung der Systeminformationen anzuzeigen:

inxi -i

Diese Zusammenfassung enthält:

  • OS-Name und Versionsnummer
  • Kernel-Version
  • CPU-Modell und Geschwindigkeit
  • RAM-Größe und Typ
  • Grafikkarte
  • Netzwerkadapter

Erweitertes Anzeigen von Informationen

Füge zusätzliche Optionen hinzu, um spezifische Informationen anzuzeigen:

  • -c: CPU-Informationen
  • -G: Grafikinformationen
  • -n: Netzwerkinformationen
  • -p: Informationen zu Prozessoren und Sensoren
  • -v: Ausführlichere Informationen zu allen Komponenten

Zum Beispiel zeigt inxi -G detaillierte Grafikinformationen an:

inxi -G

Speichern der Ausgabe

Du kannst die Ausgabe von inxi in eine Datei speichern, indem du das -f-Flag verwendest:

inxi -f output_file.txt

Diese Datei kann für spätere Analysen oder zum Teilen mit anderen verwendet werden.

Vergleich der Systeminformationen

Verwende die Option -c, um die Ausgabe von inxi verschiedener Systeme zu vergleichen:

inxi -c --compare my_system.txt other_system.txt

Dies kann bei der Fehlerbehebung oder beim Vergleichen der Konfigurationen von mehreren Systemen hilfreich sein.

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